TUS Brandmeldealarm

 

TUS: Telemetrie und Sicherheit

(früher: Tonfrequentes Uebertragungs- System)

 

Ist ein Sammelbegriff für Brandmeldeanlagen, die automatisch die Wahrnehmungen von Brand-, Rauch-, und Flammenmeldern an eine Feuerwehrleitstelle, in NÖ Bezirksalarmzentralen weiterleiten.

 

Bei TUS-Alarm wird immer der gesamte Löschzug der Stadtfeuerwehr alarmiert. Erst durch die Erkunden des Einsatzleiters vor Ort kann das genaue Ereignis festgestellt werden (Brandausmaß bzw. Fehlalarm).

 

Ausrückeordnung des Löschzuges bei TUS Alarm:

Einsatzleitfahrzeug

Kleinlöschfahrzeug/Wasser

Tanklöschfahrzeug 3000

Drehleiter mit Korb 23/12

Rüstlöschfahrzeug 2000/400

 

 

auf Anforderung der Einsatzleiters:

Rüstfahrzeug mit Atemluftkompressor

LKW mit Sonderlöschmittel

 

Der Einsatzleiter und der Fahrzeugkommandant begeben sich zum TUS-Schlüsselsafe, in dem sich ein Generalschlüssel für das Gebäude befindet. Als nächster Schritt wird die Brandmeldezentrale aufgesucht. Hier kann auf dem Feuerwehrbedienfeld, (siehe Foto) in Verbindung mit dem Brandschutzplan genau festgestellt werden, wo sich der Melder befindet, welcher ausgelöst hat.

 

 

Erst wenn der Raum in dem sich dieser Melder bzw. die Meldergruppe befindet, überprüft wurde und die Ursache ermittelt ist oder keinerlei Ursache feststellbar ist,  kann der Löschzug wieder einrücken.

 

 

Begriffserklärung:

Täuschungsalarm: Der Melder hat an sich richtig ausgelöst, die Ursache ist jedoch kein Brand. Dies kommt oft bei Umbauarbeiten vor, wenn die Rauchmelder auf Staubentwicklung ansprechen, oder durch Schweißarbeiten Rauch in den Melder gelangt. Auch in Küchen ist dies oft der Fall, wenn Fett zu heiß wird und zu Rauchen beginnt.

 

Fehlauslösung: Die Ursache dieses Alarmes lässt sich nicht feststellen. Meist liegt eine Störung der Anlage oder ein Defekt in der Übertragungsleitung vor.

 

Böswillig ausgelöster Alarm: Hier wurde der Alarm vorsätzlich falsch ausgelöst. Dies ist strafbar und wird verfolgt.